Im Mittelpunkt meiner keramischen Arbeiten steht das Gefäss.

Die Formen meiner Gefässe sind von der fernöstlichen Ästhetik und der Westerwälder Tradition geprägt. Sie sind aus Steinzeug- oder Prozellanton auf der Töpferscheibe frei gedreht. Ich veredle sie mit selber entwickelten Glasuren.

Das Handwerk habe ich von Mathies Schwarze gelernt. Seine Grundsätze versuche ich auch in meiner Arbeit umzusetzen: Präzise Drehtechnik und das Streben nach der perfekteren Form. Funktion, Material, Form und Glasur eines Gefässes müssen harmonisch zusammenpassen. So wirkt ein Stück vollkommen, es hat auf den Betrachter eine magische Ausstrahlung, und es tritt mit dem Raum in Verbindung.

Die Glasur prägt mit ihren Eigenschaften das Objekt: Ist sie matt oder glänzend, rauh oder glatt, welche Farbe hat sie? Ich befasse mich daher intensiv mit der Glasurentwicklung. Ich experimentiere mit verschiedenen Rohstoffen, mit vielfältigen Kombinationen und Abstufungen, mit verschiedenen Brenntechniken, und ich beobachte die Wirkung am Objekt. Ich suche nach dem Gleichgewicht, welches das Objekt ruhig, gespannt, leicht, beständig und unvergänglich erscheinen lässt.

In einer Zeit der steten und schnellen Veränderungen möchte ich mit meinen klaren und eindeutigen Formen Raum für Ruhe und Gelassenheit bieten.

 

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